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Die Bücher zur Auswanderung

 

Hier ein paar Auszuege aus unserem Buch "Good-Bye Deutschland! Mit der Greencard nach Amerika" als Leseprobe. Wer interessiert ist, mehr ueber den Verlauf unserer Auswanderung zu erfahren, dem legen wir den Erwerb des Buches ans Herz!

Viel Spass beim schmoeckern!!

Christoph & Simone

Chronologie einer Auswanderung nach Colorado

April 1998 – 21.45 Uhr / Denver, Colorado

Ein eiskalter Wind pfiff uns um die Ohren als wir aus dem Bus stiegen. Die Temperaturen waren irgendwo bei minus 15 Grad Celsius. Es war dunkel, aber zum Glück schneite es nicht. - “Wo war unser Mini-Van?” Christoph hatte sich doch die Nummer der Parkreihe notiert als er den Wagen hier vor 6 Wochen abgestellt hatte, aber dennoch konnten wir das Auto nicht finden. Hoffentlich war es nicht gestohlen worden - Zehn Minuten nervenaufreibenden Suchens, bis wir den Wagen endlich gefunden hatten. Puh! Jetzt erstmal die Lenkradsperre entfern und die fehlenden Sicherungen im Dunkeln wieder in den Sicherungskasten des Fahrzeuges eingesetzt. Nun der große Moment – würde der Wagen sich anstandslos starten lassen? Am Schlüssel gedreht – der Motor sprang direkt an. Wir luden die 4 Koffer und unser Handgepäck in den hinteren Teil des Mini-Vans und fuhren los. Wir waren tatsächlich ausgewandert!

Aber halt! Was genau war bis dahin passiert? Wie sind wir überhaupt auf diesen Parkplatz gekommen? Fragen über Fragen – also jetzt erstmal ganz von Vorne!

Vorgeschichte

Seit seiner Jugend war Christoph von Amerika fasziniert. Es dauerte allerdings 21 Lebensjahre bis er das erste Mal über den großen Teich flog. Aus geplanten 6 Wochen Kanada Urlaub wurden dann eben 10 Wochen Aufenthalt USA und Kanada. 2 Mal wurde der Flug verschoben und der geplante Abreisetermin verlief dann auf Stand-By Basis. Damit war es praktisch um ihn geschehen – Auswanderung nach Amerika war ab sofort sein ganz großes Ziel. Der nächste Schritt war eine fast 6 monatige Reise mit einem Freund durch die USA und Kanada (per in USA gekauftem gebrauchtem Mini-Van). Am Ende dieser Reise hatte er 43 US-Staaten gesehen und war in fast allen Kanadischen Provinzen gewesen. Der Traum vom Auswandern blieb natürlich immer aktuell. Problem war nur: Wie soll man es anstellen? Er kannte ja eigentlich niemanden ‘drüben‘ und alles was man so über Visa-Angelegenheiten hörte, war ziemlich abschreckend und teuer.

Mit Christoph kam Simone das erste Mal im Jahre 1994 nach Amerika und auch sie freundete sich mit diesem riesigem Land an. Auswanderung war vielleicht nicht so direkt ihr Ziel, aber als Urlaubsziel war Amerika von da an erste Wahl. Christoph ‘sponn‘ zwar immer mal wieder vom Leben und Wohnen in Amerika, aber …!

Im Frühjahr 1995 erschien in der Rheinischen Post ein Bericht über die Green Card Lotterie. Christoph hatte zwar schon mal davon gehört, aber das Thema irgendwie nie richtig verfolgt. Der Bericht erwähnte das kurz bevorstehende Ende der Einsendefrist und das es eine Agentur in Bonn (TIA) gebe, die auch kurzfristig noch Bewerbungen in die USA schaffen könnte. Jetzt wurde Christoph hellhörig und veranlaßte schnell eine Überweisung und faxte das Antragsformular nach Bonn zu der Agentur. Die Agentur versprach damals jedem Teilnehmer einen Beleg, der auswies, daß die Bewerbung fristgerecht in den USA eingegangen sei. Nach 2 Monaten ohne Beleg fragte Christoph nach und erhielt die Kopie eines nichtssagenden Postbeleges von dieser Agentur. “Na, das war wohl nichts!!“ sagte er sich und natürlich waren Christoph und Simone im Jahre 1995 nicht unter den Gewinnern. Waren wir betrogen worden oder …? Wir wissen es nicht, aber unser Vertrauen in ‘Green Card Agenturen‘ war gleich Null.

Das Jahr 1996 kam und die nächste Green Card Lotterie stand vor der Tür. Diesmal machte sich Christoph selber daran, die Bewerbung fristgerecht nach Amerika zu bekommen. Zwei Briefumschläge (einer für Simone und einer für ihn selber) wurden verschickt. Einer aus Düsseldorf und der andere 2 Tage später aus Krefeld. So warteten wir also auf die Dinge, die da eventuell kommen würden!

In Green Card Sektion unserer Home Page finden Sie einen Bericht ueber den Gewinn in der Green Card Lotterie und ueber das Green Card Interview!

Den kompletten Bericht finden Sie in dem von uns veroeffentlichten Buch "Good-Bye Deutschland!" Mit der Greencard nach Amerika"

 

Die Auswanderung beginnt

19./20. Februar 1998

Christoph hatte eigentlich geplant, an diesem Tag (dem 19.02.) nach Denver zu fliegen. Eine Woche Aufenthalt mit Vorbereitungen für die eigentliche Auswanderung war geplant. Der Flieger (Continental Airlines) war ge-rade über der Nordsee, als ein technisches Problem zur Rückkehr nach Düsseldorf zwang. Da rein zufällig ein Kamera-Team von RTL an Bord war, wurde alles gefilmt und am selben Abend noch dramatisch im Fernsehen gezeigt. Nach 6 Stunden Warterei wurde der Flug dann komplett gestrichen und am folgenden Tag dann erneut angesetzt. Diesmal ging auch alles gut und Christoph kam wohlbehalten in Denver an – etwa 40 bis 50 andere Passagiere hatten Angst, ins selbe Flugzeug zu steigen und verzichteten auf denselbigen und so hatte Christoph eine ganze 4er Sitzreihe für sich alleine!. Bei der Zwischenlandung in New Jersey hatte Christoph beim Zoll in New Jersey angeben müssen, daß er mehr als $10,000 USD einführte. Papierkram ausfüllen war angesagt und die Zöllnerin guckte ihn doch ein wenig merkwürdig an – Soviel Cash trägt in Amerika eigentlich niemand mit sich herum.

Der Mietwagen bei ALAMO Rent-A-Car war natürlich nur für den Vortag reserviert gewesen. Die Fluggesell-schaft war aber beauftragt worden, bei ALAMO über die Verspätung Bescheid zu geben – das war natürlich nicht passiert. Zum Glück hatte ALAMO aber genügend Fahrzeuge zur Verfügung, so daß es kein Problem war, den Reservierungs-Gutschein einzulösen. Ein kleiner Toyota Terzel stand bereit und ab ging die Post. Übernachtet wurde im Motel 6.

21. Februar 1998

Christoph tauschte seinen alten, grauen Deutschen Führerschein gegen den kleinen, bunten, Scheckkarten-grossen Führerschein des Staates Colorado ein. Eine Zweigstelle der Führerscheinstelle hatte nämlich auch Samstags auf. Dienst am Kunden bzw. Bürger. So muß das sein! Kein Test, keine Prüfung war notwendig – nur das Vorhandensein des Augenlichts wurde per Sehtest überprüft. Weiter ging es dann auf Erkundungstour -> Autosuche war angesagt! In Deutschland hatten wir uns überlegt, einen Mini-Van zu kaufen. Die sind preiswert im Unterhalt, bieten jede Menge Platz für Umzug, Reisen und mögliche Gäste. Ein Chrysler Grand Voyager (Plymouth Grand Voyager) sollte es sein – die Modelle der Konkurrenz wurden aber auch in Betracht gezogen, allerdings Wunschfahrzeug war der Chrysler. Die Suche war lang und schwierig. An diesem Samstag fand Christoph aber nicht das passende Auto, gewann aber auf der Suche zumindest einen guten Überblick über die Stadt und wo sich die Auto-Händler befanden. Eines der Hauptprobleme war, daß zwar viele Autos auf dem Markt waren, aber nur sehr wenige in der Altersklasse von 3-4 Jahren, die dazu kein Öl verloren. Amerikanische Autos scheinen zum Ölverlust zu neigen – vielleicht sollten die Ingenieure in Detroit weniger Cupholder (Getränkehalter) einbauen, sondern mehr Wert auf andere Dinge legen. Beispiel: der neue Dodge Grand Caravan kommt mit mindestens 17 Getränkehaltern daher - 2 Personen können da schon 8 mal durch das Drive-Thru fahren und haben immer noch die Möglichkeit, weitere Getränke im Fahrzeug gefahrlos abzustellen.

22. Februar 1998

Heute traf sich Christoph mit Tim und Heike McDoniel in deren Apartment in Littleton. Man tauschte Infor-mationen aus, schwatzte ein wenig, klopfte sich ein wenig gegeneinander ab und verstand sich auch im direkten Angesicht sehr gut (wie schon erwähnt, hatte vorher ja reger Email-Kontakt stattgefunden). Tim und Heike erlaubten Christoph auch, deren Postanschrift zu benutzen. Dies sollte sehr hilfreich sein, denn schließ-lich sollte man beim Autokauf und bei der Beantragung einer Social Security Number (Sozialversicherungs-nummer) eine Postadresse nachweisen können. Falls Christoph keine Adresse gefunden hätte, hätte er ein Postfach gemietet oder aber bei einem privaten An-bieter (Z.B. PAKMAIL oder Mailboxes etc.) ein Post-fach angemietet. Ein Teil des Tages wurde von Christoph auch genutzt, um weiter nach einem guten, gebrauchten Mini-Van zu suchen. Die Zeit flog nur so dahin und es war Ruckzuck dunkel. Zurück ins Motel 6.

23. Februar 1998

Christoph beantragte eine Sozialversicherungsnummer. Dafür fuhr er nach Downtown. Naja, die bessere Wahl wäre wohl ein Vorort gewesen, da im Büro Downtown auch gleichzeitig die Sozialhilfe ihre Schecks ausgab. Tolles Publikum! Jedenfalls ging alles glatt und nach 20 Minuten war Christoph wieder an der frischen Luft. Weiter ging es mit der Autosuche. Ein paar Probe-fahrten weiter, fand er ein akzeptables gutes Gefährt, daß aber noch nicht für den Verkauf gereinigt worden war. Auch war ein wenig Öl unten am Motorblock. Der Händler versprach den Wagen bis zum nächsten Mor-gen sauber zu haben und wegen dem Öl einen Check machen zu lassen. Dennoch ging die Suche weiter – schließlich war sich Christoph nicht sicher, ob das Auto auch wirklich das gesuchte “Pütz-Mobil“ war. Christoph hielt desweiteren auch an diversen Supermärkten, um Wohnungskataloge und ähnliches, nützliches Material einzusammeln. Hier bekommt man nämlich die Miet-wohnung aus dem Katalog - Preise, Größe, Lage und alles was dazu gehört, steht dort mit Fotos fein säuberlich aufgelistet. 2 weitere Probefahrten mit Mini-Vans von Ford und Chevrolet, aber eigentlich kein echter Kandidat dabei. An diesem Tag besuchte Christoph auch ein Versicherungsbüro, um sich schon einmal Deckung für den zukünftigen Wagen zu besorgen. Da man erstmal als Fahranfänger eingestuft wird, denn man hat ja keine US Fahrzeiten vorzuweisen, war es entsprechend teuer. Christoph entschied sich für minimal Deckung = Haftpflicht in Höhe von satten $25,000 USD. Für den später erworbenen Wagen sollte dies eine 3-Monatsrate in Höhe von $350 USD ergeben.

Den kompletten Bericht finden Sie in dem von uns veroeffentlichten Buch "Good-Bye Deutschland!" Mit der Greencard nach Amerika"

 

Weihnachten in Amerika

24. Dezember 1998

Christoph hatte am Morgen doch tatsächlich ein Inter-view bei einer Firma. Da Weihnachten hier ja offiziell erst am 25.12. ist, arbeiten manche Firmen am 24.12. - viele andere machen aber dann auch schon zu (z. B. Christoph‘s Firma “APL“). Christoph stellte sich bei Quark, Inc. vor – eine Position im Tech Support sollte es sein.

Abends wurde dann weihnachtlich gegrillt – bei Minus 25 Grad Celsius (war ja fast richtig warm an diesem Tag). Weihnachten eben mal anders. So hatten wir es gewollt – einfach mal aus der Routine ausbrechen!

Nach Weihnachten mußte Christoph wieder zum Job, während Simone noch frei hatte, aber auch sie mußte dann doch noch vor Jahresbeginn für 2 Tage auf die Arbeit. Christoph hörte von der Arbeit aus mal wieder den Anrufbeantworter ab und was war das? Quark, Inc. hatte angerufen und machte Christoph ein Jobangebot! Der erste IT Job war endlich da! Hellauf begeistert rief Christoph zurück und sagte zu. Er kündigte noch am gleichen Tag bei APL – er wollte möglichst mit Einhaltung einer 2 Wochenfrist gehen, um keine ‘Burning Bridges‘ zu hinterlassen. Burning Bridges sagt man hier zum ‘Abgang‘ von Leuten, die ihren Arbeitsplatz einfach verlassen oder die Vorgesetzten beleidigen oder unter Einhaltung von wenigen Tagen (1-3) ihren Arbeitsplatz verlassen und dem Arbeitgeber so keine Chance auf Einarbeitung eines neuen Angestellten geben. Für Christoph war es sehr wichtig, daß der alte Arbeitgeber nur positiv über ihn berichten konnte, da es in Amerika üblich ist, daß neue Arbeitgeber vorherige Arbeitgeber des zukünftigen Angestellten anrufen und nach dessen Leistung befragen. Das wollte sich Christoph natürlich nicht irgendwie als belastende ‘Hypothek‘ für die Jobsuche irgendwann mal aufladen. Seine Managerin hatte aber vorher schon spitz bekommen, daß er gerne im IT Bereich arbeiten wollte und hatte Verständnis für Christoph‘s Schritt. Sie bot sogar an, zukünftig als Referenz zu fungieren – wann immer er mal einen Job suchen würde und Hilfe bräuchte! Perfekt! Besser kann es einem gar nicht passieren! Einen Tag später erhielt Christoph ein weiteres Job-angebot einer Firma, wo er sich beworben hatte. Jetzt, mit schon einem Angebot im Rücken, ließ es sich alles viel leichter angehen und Christoph fing an, seinen Marktwert zu testen – er fragte nach mehr, als das was Quark ihm angeboten hatte. Die Firma bekam kalte Füße und sprang ab! Egal!

Nach Neujahr wurde es auch Zeit für den Besuch, die Koffer zu packen. Pünktlich mit dem Besuch zog auch die Kaltfront von dannen, die uns seit über 2 Wochen mit Temperaturen von fast minus 30 Grad Celsius hatte frieren lassen.

Samstag nachmittag 9. Januar 1999

Das Telefon klingelte – Columbine JDS machte Chris-toph ein Jobangebot. Verblüffend – erst hat man keinen Job in Aussicht und dann plötzlich laufen einem die Arbeitgeber fast die Haustür ein! Da Christoph aber für den nächsten Montag schon bei Quark zugesagt hatte, gab er dem Angebot einen Korb – vor allem da es nicht viel besser als das von Quark war! Außerdem war der Name “Quark Inc.“ in der Industrie bekannter und könnte so von Vorteil sein, wenn Christoph wieder mal auf Jobsuche war. Christoph sah den Job bei Quark auch eher als Sprungbrett in den IT Bereich und nicht als Einstieg in eine Karriere bei Quark. Dafür hatte Quark eine zu unstetige Personalpolitik – sprich – regelmäßig wurde der ‘Stall’ ausgemistet und gute wie schlechte Angestellte fanden sich plötzlich auf der Straße wieder.


Alles Quark!

11. Januar 1999

Der erste Arbeitstag bei Quark, Inc. für Christoph. Voller Erwartung machte sich Christoph auf den Weg nach Downtown. An diesem Tag war erstmal Einführung in die Benefits (Krankenversicherung, Renten-Sparplan, etc.) angesagt. Pünktlich erschien Christoph beim Hauptsitz der Firma Quark, nur um herauszufinden, dass die Einführungsveranstaltung nicht am angegebenen Ort stattfand, sondern kurzer Hand in einem anderen Gebäude stattfand. Im Eiltempo rannte Christoph also durch Downtown Denver, um ja nicht zu spät zu kommen. Auf den letzten Drücker kam Christoph am neuen ‘Zielort’ an – Puuh!

Das richtige, 6wöchige Training begann dann einen Tag später. Ganz schön heftig, denn Christoph hatte vorher nie in der Druckindustrie oder im Grafikdesign gearbeitet und beides war ein wichtiger Bestandteil seines zukünftigen Jobs. Irgendwie schaffte er es aber doch, sich durch die Tücken dieses Jobs zu arbeiten. Augen zu und durch sagte er sich. Freizeit blieb nicht viel, da er diese auch noch zum Büffeln benutzte. Christoph wurde nach etwa 6 Wochen als ‚Technician‘ im Tech Support für QuarkXPress auf die Menschheit losgelassen. Dazu später mehr.

Den kompletten Bericht finden Sie in dem von uns veroeffentlichten Buch "Good-Bye Deutschland!" Mit der Greencard nach Amerika"